Eigenblut (unverändert)

Die Eigenblutbehandlung reicht über 120 Jahre zurück. Sie wurde erst ermöglicht, nachdem es Spritzen und Kanülen gab.

In der Zeit vor der Einführung der Sulfonamide und Antibiotika war die Eigenblutbehandlung die wichtigste Therapie bei akuten und chronischen, insbesondere bei hochfieberhaften und eitrigen Erkrankungen.

Durchführung:

Bei der Eigenblutbehandlung werden 1 – 3 ml Blut aus einer Vene entnommen und anschließend in den Gesäßmuskel wieder eingespritzt.
Häufig wird das Eigenblut mit homöopathischen Mitteln gemischt oder diese werden in die Vene vorgespritzt, anschließend Blut entnommen und in den Gesäßmuskel wieder eingespritzt.

Anwendungsbereiche:

Akute und chronische Entzündungen, auch Allergien

Bei akuten Erkrankungen zum Teil tägliche Spritzen, nach Besserung jeden 2. / 3. Tag.
Bei chronischen Erkrankungen reicht meistens 1 Spritze pro Woche.
Nur bei sehr schweren Erkrankungen werden Dosen von 5 ml Eigenblut angewandt.

Gegenanzeigen:

Vorsicht ist geboten bei Patienten, die mit blutverdünnenden Mitteln behandelt werden, da es bei der intramuskulären Anwendung zur verstärkten Blutung kommen kann.

Nebenwirkungen:

Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.